Ziel des Festivals ist es, den Nutzen von innovativer Technik für frische Kreativität und spontanes Schaffen auf den Punkt zu bringen. Das Motto lautet: „Filme machen, nicht nur gucken“. Durch moderne Digitalkameras wird jeder zum Regisseur, Darsteller und Kameramann – darin liegt die große Chance für Amateure und Profis, für Künstler und Chaoten.
Bei durchgedreht 24 werden an einem einzigen Wochenende über 50 Filme erdacht, gedreht, von einer professionellen Jury gesichtet und während einer großen Preisverleihung im Braunschweiger CinemaxX prämiert. Bereits in den ersten Jahren ist das durchgedreht 24 Selbstfilmfest zu einem großen Erfolg mit Teilnehmern aus ganz Deutschland und darüber hinaus geworden. Bisher haben weit mehr als 500 Filmemacher der Herausforderung gestellt und insgesamt über 200 Filme produziert.
Natürlich ist durchgedreht 24 mehr als einfach nur Videofilmen. Ein paar kleine Regeln sind einzuhalten, ein paar Aufgaben zu erfüllen. Die Grundregel des durchgedreht 24 Selbstfilmfestes liegt eigentlich schon im Namen:
Nur 24 Stunden stehen für die Produktion der Filme des Festivals zur Verfügung. Alle entstehen ausnahmslos direkt am Festivalwochenende. Doch die Zeitbegrenzung ist nicht das Einzige, was durchgedreht 24 ausmacht. Weitere Regeln durchkreuzen die Pläne und Ideen der Filmemacher.
Jeder Film darf eine maximale Länge von fünf Minuten nicht überschreiten. Es gilt: Kurz halten, denn in der Kürze liegt die Würze.
Bei der Eröffnung des Festivals werden 12 Begriffe bekannt gegeben. Von Orten über Handlungen bis zu Gegenständen kann alles dabei sein. Drei dieser Begriffe müssen in die Filme eingebunden werden. Dies kann beliebig beiläufig oder offensichtlich geschehen.
Schneiden ist feige! Der Einsatz von analogen oder digitalen Schnittgeräten ist ebenso wenig gestattet, wie der Schnitt mittels zweier Kameras. Erlaubt ist nur alles das, was die Kamera von sich aus hergibt. Der Schnitt der Filme erfolgt in der Kamera durch chronologisches Drehen oder den geschickten Einsatz der Spultasten.
Die Aufgaben, die das Regelwerk von durchgedreht 24 stellt, lassen schon vermuten: Dieses Filmfest bringt Filme der besonderen Art hervor. Die Regeln dürfen hierbei nicht als Einschränkung verstanden werden, vielmehr kanalisieren sie den kreativen Prozess unter schwierigen Bedingungen: Es entstehen Ergebnisse, die sich sehen lassen können. Nicht nur bei der Prämierung der Gewinnerfilme gibt es die Möglichkeit die erstaunlichen Werke zu bewundern, auch auf dem Internationalen Filmfest Braunschweig, der von durchgedreht 24 veranstalteten „Langen Nacht der Kurzen Filme“ oder auf den eigens produzierten DVDs gibt es die Chance einen Blick auf die Filme zu werfen.
Durchgedreht 24 ist eine interdisziplinäre Initiative von Studierenden der Technischen Universität und der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig. Medienwissenschaftler und Designer, Informatiker und Elektrotechniker ziehen hier begeistert an einem Strang. Seit der Geburtsstunde im Januar 2003 haben sich zahlreiche freiwillige Organisatoren und Helfer die Planung und Durchführung des jährlichen Kurzfilmfestivals zur Aufgabe gemacht. Im März 2003 wurde der durchgedreht 24 Kurzfilmfestverein e. V. ins Leben gerufen und somit offizieller Träger aller Aktivitäten rund um das Festival. Die Organisation ist dabei weitestgehend in studentischer Hand – durchgedreht 24 ist jedoch kein universitäres Projekt. Durchgedreht 24 ist unabhängig, nichtkommerziell und nur durch den großen Enthusiasmus aller Beteiligten möglich.
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