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Katharina Neumann
presse@durchgedreht24.de

30. Mai 2008: Es ist wieder Zeit durchzudrehen!

Braunschweig. Wenn der Sommer seinen Höhepunkt erreicht, erlebt auch die Stadt Braunschweig einen Höhepunkt – einen kulturellen um genau zu sein. Denn vom 18. bis 20. Juli 2008 findet in der Löwenstadt das 6. durchgedreht 24 Selbstfilmfest statt.

Initiiert und weitergeführt von Studenten der Braunschweiger Hochschule für Bildende Künste, verwandelt das durchgedreht 24 Selbstfilmfest den Braunschweiger Kohlmarkt erneut in den Nabel der Kurzfilmwelt. Dass die Faszination der Filmfreunde für die ungewöhnliche Festivalidee, in 24 Stunden einen kompletten Kurzfilm zu produzieren, ungebrochen ist, belegte im Januar 2008 die „Lange Nacht der kurzen Filme“, die im ausverkauften Roten Saal der Schlossarkaden in Braunschweig stattfand.

Nun neigt sich die Wartezeit der Filmbegeisterten endlich dem Ende zu und mit der Festlegung des Festivals auf das Wochenende vom 18. -20. Juli ist der erste von vielen Schritten in Richtung einer erfolgreichen Neuauflage getan. Weitere tiefe Fußstapfen hinterlässt die Suche nach der Jury, angesichts der Schwergewichte der Filmwelt, die erwartet werden. Marc Meyer, Gewinner des höchstdotierten Kurzfilmfestivals in Dresden und Autor sowie Regisseur des Kinofilms „Wir sagen Du Schatz“, sei stellvertretend genannt. Die gesamte Jury wird, sobald sie feststeht, noch einmal im Detail vorgestellt.

Zudem werden die Organisatoren aber nicht nur die ausgetrampelten Pfade der vergangenen Jahre begehen, sondern mit Neuerungen aufwarten. Klassische Konstanten wie die Locations Kohlmarkt oder Cinemaxx bleiben zwar erhalten, zur Filmabgabe-Party wird dieses Jahr jedoch zum ersten Mal ins „Nexus“ an der Frankfurter Straße geladen. Darüber hinaus gibt es derzeit eine Diskussion über eine Änderung des Regelwerkes. Zwar proklamierten wir einst „Schneiden sei feige“, aber der rasche Fortschritt der Technik ließ die Organisatoren ins Grübeln geraten. Folglich steht am Ende der kontroversen Diskussion, zu der wir die Film- und Festivalfreunde der Republik gerne auf unserer Homepage einladen möchten, die Antwort auf die Frage: Schneiden, mit Hilfe der Möglichkeiten der Videokamera: ja oder nein?

Wie auch immer die Antwort lautet, dem Erfolg des Festivals wird dies kein Abbruch tun. Zu einzigartig ist die Idee und zu groß ist das Interesse an dem Festival. Daher sei an diesem Punkt auf den Beginn der Anmeldung über unsere Homepage (www.durchgedreht24.de) hingewiesen, die am 18. Juni um 12 Uhr startet. Da im vergangenen Jahr bereits nach wenigen Minuten fast alle Plätze vergeben waren, rechnen wir auch 2008 fest damit, dass es nur eine kurze Frage der Zeit sein wird, bis die Grenze von rund 50 Teams erreicht ist und so wieder über 200 Filmschaffende durch die Löwenstadt tigern und ihre Idee filmisch umsetzen.

3. August 2007: Von philantropischer Hitze, intelligenten Kühlschränken und dem perfekten Wellen-Ritt

Durchgedreht 24 erzählt Geschichten, die das Leben schreibt. Bei der Preisverleihung des 5. durchgedreht 24 Selbstfimfestes am Sonntag Abend ging der Hauptpreis an einen Film, der das Konzept des kreativen Selbstfilmens in Reinstform verkörpert.

Vor 650 Zuschauern ging am Sonntag Abend das 5. Braunschweiger durchgedreht 24 Selbstfilmfest zu Ende. Nach einer stimmungsvollen Eröffnung auf dem Kohlmarkt am Freitag Abend, 24-stündigen Dreharbeiten und 43 abgegebenen und gesichteten Filmen, hatte die Jury die Qual der Wahl. So fiel der erste von insgesamt fünf Schulterklopfern an das Team „Cannes – muss aber nicht“, die mit ihrem Film „Die Wahl der Qual“ unter anderem durch die gelungenste Einbindung eines der 12 vorgegebenen Begriffe glänzten. Wer käme schon darauf den Begriff „philantropisch“ in den Satz: „Mir liegt nicht viel an tropischer Hitze“ einzubinden!?

Für eine weitere Kuriosität sorgten die prämierten Teams „Skatclub“ und „Amazing Cooking Circus“, die beide unabhängig voneinander die gleiche Idee hatten: Das Leben aus der Sicht eines Kühlschranks zu filmen. Beide setzten dies so originell, witzig und authentisch um, dass einer den Schulterklopfer, der andere den Preis der Veranstalter erhielt.

Die weiteren Schulterklopfer gingen an „S. Pictures“ mit „Agent 0815 rettet das Weltkulturerbe“, die mit einem Durchschnittsalter von 13 Jahren als jüngstes Team in die Geschichte von durchgedreht 24 eingehen, genauso wie das Team „Stern Nord“, die bisher in jedem Jahr dabei waren und immer einen Preis mit nach Hause nehmen durften. Passend dazu der Titel des Filmes „Fünf“. Die „Evil Avi’s Movie Daredevils“ zogen mit „Eye-Catcher“ den Blick der Jury auf sich und erhielten einen begehrten Schulterklopfer.

Noch eine Stufe besser und doch knapp vorbei am Goldenen Fleischwolf waren die Silberpreise des feierlichen Abends. „Im Kasten“ präsentierten in „24. durchgedreht“ wie man auf 24 unterschiedliche Weisen Bierflaschen öffnen kann. Das Team „rp12“, ebenfalls Dauergast bei durchgedreht 24 und Garant für cineastische Komik auf höchstem Niveau, überzeugte in „Der zweite Weg“ mit seiner vokalen Interpretation der 12 Begriffe. Mit beeindruckend ästhetischen Bildern setzte „Moja“ in ihrem Kurzfilm „Augenscheinlich“ eine Hommage an die Schönheit des Körpers und betonte damit zugleich dessen Vergänglichkeit. Ein persönliches Familienschicksal vor dem Hintergrund des spanisches Bürgerkrieges zeigte „Generalprobe“ mit „Buscando a Martha“. Ein besonders aufmerksames Auge fürs Detail gepaart mit einer mitreißenden Geschichte bescherte dem Team einen Silbernen Fleischwolf.

Ein besonderes Maß an Spontaneität und Lebensfreude strahlte der Gewinnerfilm des diesjährigen durchgedreht 24 Selbstfilmfestes aus. Das dreiköpfige Team „Cigano Movies“ brachte die Idee von durchgedreht 24, mit viel Spaß in kürzester Zeit eine Geschichte zu erzählen und dafür die Möglichkeiten des Films im Rahmen der Regeln einzusetzen, auf den Punkt. Nicht zuletzt die Filmmusik und die in Anlehnung an den Stummfilm der 20er Jahre erzeugte Komik überzeugt die Jury davon, dass „Stand up for your ride“ das Prädikat durchgedrehtester Film 2007 verdient hatte.

Das Jubiläumsfestival 2007 ging fulminant zu Ende. Das Konzept, mit dem 2003 das Projekt durchgedreht 24 von einer Handvoll Studenten der Medienwissenschaften in die große Welt der Filmfestivals geschickt wurde, hat sich seine Besonderheit bewahrt. „Durchgedreht 24 will, dass junge Menschen aktiv werden und dabei Spaß haben“, so Herr Henkel von Hauptförderer Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz über das Selbstfilmfest. „Wenn ich die ganzen jungen Leute hier vor mir sehe,“ so Henkel auf der Preisverleihung, „dann weiß ich, welchen Stellenwert diese junge Veranstaltung für Braunschweig hat.“

Eine Retrospektive der vergangenen Jahre und die Dokumentation des diesjährigen Festivals bildeten den Rahmen des Kreativ-Festivals, das sich gegen Mitternacht für dieses Jahr verabschiedete. In einem waren sich zu diesem Zeitpunkt wohl Zuschauer, Teams, Organisatoren, Jury und Förderer einig: so kann durchgedreht 24 noch viele Jubiläen überdauern!

26. März 2007: Kleine Filme – großer Anlass zum Feiern

Die Filmwelt steht Kopf: einmal im eigenen Film Regisseur, Kameramann oder Schauspieler sein? Das gibt es nur in Hollywood? Keineswegs! Der Nabel der Filmwelt liegt oft näher als gedacht. Beim Braunschweiger durchgedreht 24 Selbstfilmfest kann jeder zum Star werden. Nur irgendwie ganz anders…

Der Name ist Programm: Erst wenn der Filmbegeisterte selbst zur Kamera greift, erwacht die Kino-Leinwand zum Leben. Das Erfolgsrezept des durchgedrehten Festivals: Der Teilnehmer hat lediglich 24 Stunden Zeit das zu verwirklichen, was sonst jahrelange mühselige Arbeit bedeutet. Am Ende zählt das Resultat: Ein kompletter Kurzfilm von maximal 5 Minuten Länge, 3 eingebundene Begriffe, in einer Kamera gedreht und absolut 0 Mal geschnitten! Lästige Besetzungs-, Produktions- und Budgetfragen waren gestern. Hier gilt es seine gesamte Kreativität und Spontaneität zusammen zu nehmen und loszulegen! Im Resultat bringt das vor allem eine Menge Spaß und außergewöhnliche Filme. Vom 20. bis 22. Juli 2007 heißt es in diesem Jahr: Anders Sein. Durchdrehen!

Durchgedreht 24 bricht mit den konventionellen Regeln des Filmemachens. Das Konzept, ohne lange Vorlaufzeit und Bewertungsphasen ein aktiv gelebtes Kreativ-Festival auf ein Wochenende zu komprimieren, kommt an. Das Selbstfilmfest feiert in diesem Sommer sein 5-jähriges Jubiläum, zu dem über 250 Teilnehmer aus ganz Deutschland erwartet werden.

Jeder der gerne selber überrascht oder überrascht werden will, kann sich der Herausforderung des Selbstfilmens stellen und beweisen: Es geht auch ohne Hollywood! Die Anmeldung ist ab dem 20. Juni möglich.

1. März 2007: Die Ideenküche Braunschweig hat gerufen – und durchgedreht 24 geantwortet.

Im Rahmen der Stadt der Wissenschaft werden drei besondere „Chefköche“ ihre medienwissenschaftlichen Rezepte zum Thema Film der breiten Öffentlichkeit verraten. „Gekocht“ wird im Mai und Juni 2007 jeweils um 20:15 Uhr im Thalia Buchhaus in Braunschweig.

Das Entree serviert Juniorprofessor Dr. Rolf F. Nohr am 22. Mai. „Schräg im Bild. Das ‚andere‘ Bild des Videos?“ Ein knackiger Vortrag aus dem Bereich der Medienkultur bei dem sich der Juniorprofessor für Medienkultur an der HBK Braunschweig genauer dem „Amateur-Video“ widmen wird.

Am 6. Juni übernimmt Werner Große die „Kochlöffel“. Sein Rezept „Welch ein Humbug! Wissenschaft – wie dreht man das?“ soll dem Publikum die Möglichkeiten der medialen Vermittlung wissenschaftlicher Inhalte aufzeigen. Der Diplom-Mathematiker arbeitete unter anderem als Journalist und Filmemacher rund um die Wissenschaft und Medien. Neben seiner Haupttätigkeit bei der IWF Wissen und Medien GmbH in Göttingen lehrt Werner Große an der HBK Braunschweig im Bereich der Medienwissenschaften.

Das Dessert der Kochrunde bereitet HBK-Professorin Dr. Heike Klippel am 12. Juni mit ihrem Vortrag „Durchgedreht 24: Hollywood kurz und klein“. Die Zutaten bilden ausgewählte Teilnehmerfilme des durchgedreht 24 Festivals. Um hinter das Geheimnis der besonderen Würze zu kommen werden die Filme mit allen Mitteln der Kunst analysiert. Die Studiendekanin der Medienwissenschaften hat ihren Forschungsschwerpunkt im Bereich Film.

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